Sonntag, 7. Mai 2017

Von Umzügen und Angstzuständen

Hey, meine Lieben,

Es ist wieder mitten in der Nacht.
Rhythmus wieder völlig am Arsch.
Manche Dinge ändern sich einfach nie x) 

In einigen Wochen, ziehen C und ich, in unsere erste gemeinsame Wohnung und das macht mir eine scheiß Angst.
Vor den Panikattacken, habe ich mit 2 meiner Ex- Freunden zusammengewohnt.
Für mich konnte das nie schnell genug gehen.
Das war aber vorher.
Die Panikattacken haben mir, wie so vieles in meinem Leben,  auch das genommen. 
C und ich sind über 3 Jahre zusammen.
Nebeneinander eingeschlafen sind wir vielleicht 10 mal.
Das war auch nur möglich, wenn ich völlig zugedröhnt oder besoffen as Fuck war.
Ansonsten habe ich das nicht ertragen.
Habe ihn geweckt und ihn Heim geschickt oder bin auf die Couch gegangen.
Manchmal sehen wir uns Wochen nicht.
Jetzt werden wir uns eine kleine 2 Zimmer Wohnung teilen und ich verliere mich völlig in meinem Katastrophendenken.
Was, wenn ich das nicht schaffe?
Er hat dafür ziemlich vieles aufgegeben.
Was, wenn er mich dann in einem anderen Licht sieht?
Ich meine, wir sehen uns meistens nur, wenn ich kann, wenn ich in meiner "bestmöglichen Form" bin.
Was, wenn ich meine depressiven Phase habe & Tage im Bett liege, heule und sterben möchte?
Was, wenn ich De-realisiere und meine Blackouts habe?
Was, wenn ich ihn nerve oder noch schlimmer, ihm Angst mache?
Was, wenn er mich deswegen verlässt?

Das fickt mir ziemlich den Kopf und natürlich habe ich mit ihm darüber geredet aber...
Er ist kein Mann der vielen Worte.
Er sagt lieber nichts - Als mich zu verletzen.
Das hat es nicht besser gemacht.

Ansonsten, habe ich mit niemanden darüber geredet.
Vielleicht, kann das jemand nachvollziehen?
Ich glaube irgendwie nicht.
Viele Angstpatienten, haben Angst vor dem allein sein.
Ich habe Angst vor Nähe.
Vor Menschen ansich.
Vor mir.




Sonntag, 16. April 2017

Von Untergängen und mir als Catfish

Ich stand oft in meinem Leben an dem Punkt, an dem für mich eindeutig klar war, dass es nicht mehr schlimmer werden kann.
Ich wurde immer eines besseren belehrt.
Was im Umkehrschluss aber auch bedeutet, dass es wieder besser werden kann, oder? 
Ich meine, damit etwas schlecht werden kann, muss erstmal etwas gut sein, oder?
Ich erinnere mich zu gut an den Abend, als ich das erste mal im Internet nach meinen Symptomen suchte und auf das Wort Panikattacken stoß.
Das war nachdem ich den Film -Meine Frau,unsere Kinder &ich- schaute und dort eine Szene vorkam, wie Robert De Niro einen Herzinfarkt bekam.
In diesem Moment drehte sich mein Zimmer und ich schnappte nach Luft, lief zum Fenster meines alten Zimmers, riss es auf, während der Schweiß mir den Rücken runterlief & meine Umgebung zu einer surrealen unangenehm weichen Masse zerlief. Das war eines der schlimmsten Gefühle, die ich je in meinem Leben empfand.
Seit diesem Tag fühlte ich mich eine ganze Zeitlang fremd. Fremd in meiner Wohnung.
Fremd in dem Dorf.
Fremd auf diesem Planeten aber vorallem Fremd in meiner Haut. 
Ich konnte nicht mehr zwischen ´real & fake´ unterscheiden. Nicht im Sinne von den heutigen Instagrammodels oder Youtubern.
Nein, ich wusste nicht mehr, ob ich lebe, ob alles um mich herum wirklich existiert und wenn, warum existiert das alles überhaupt? Ich verlor den Verstand und jeglichen Bezug zu der Realität, zu mir.
6 Monate ging das so.
Dann zog ich um, lernte Tobi kennen, ging zu einem Psychologen und der Zustand war vorbei.
Es kam zwar hin und wieder vor, dass ich mich und meine Umgebung als surreal wahrnahm aber nie wieder in diesem Ausmaß.

Bis vor ein paar Wochen zumindest.


Im Gegensatz zu jetzt, zu diesem empfinden, war das damals, das verdammte Paradies.

Ich kann mich nur selbst analysieren und ungefähr einschätzen, warum ich mich am verlieren bin.
Nachdem Tobi starb, flüchtete ich mich in ein Onlineforum bzw in einen Chatroom.
Ich wollte nicht über ihn oder mein wahres ich reden.
Ich wollte mich kurzzeitig neu erfinden.
Ich wollte ein perfektes Leben ohne Schmerz simulieren.
Ich meldete mich also mit falschen Namen, falschen Wohnort, falschen Hobbys ect an. Das einzig echte waren meine Bilder.
Ich lernte dort ziemlich schnell, ziemlich außergewöhnliche Menschen kennen.
Ich hätte nie gedacht, dass ich diese Menschen wirklich mögen würde.
Es machte mir Spaß, mir darüber Geschichten auszudenken, wie mein Leben gerade so läuft, meinen Charakter so zu formen, wie ich ihn gerne hätte und die Hauptrolle in einem Film zu spielen, in dem Schmerz keinen Platz hat.
Am Anfang wusste ich noch was ich da tat aber irgendwann, als diese Menschen mir wichtig geworden sind, verbrachte ich so viel Zeit damit, ihnen weitere Storys aufzutischen, dass ich völlig vergessen habe, was die Wahrheit ist. So länger ich log um so mehr glaubte ich mir den Scheiß.
Sobald ich offline ging, hörte das aber nicht auf. Diese Menschen waren in meiner Whatsapp und Skypeliste.
Ich hatte also immer Kontakt und "musste" neben meinem eigentlichen Leben ( Das Leben mit C. welches aber eigentlich auch nur auf Lügen, auch wenn auf anderen, aufgebaut ist ) immer die Geschichten abrufbar haben. Irgendwie hat sich das alles vermischt.
Ich lebte in zwei Welten aber in keiner richtig.
Erst nach vielen Monaten wurde mir das bewusst.
Ich versuchte, Ordnung in das Chaos zu bringen aber wollte das tun ohne jemanden zu verletzten aber schaffte das nur bedingt.
Ich deckte meine Lügen nie auf.
Ich weiß ehrlichgesagt garnicht mehr, wem ich was erzählt habe.
Ich versuchte einfach, nicht mehr zu lügen.
In beiden Welten. Irgendwann wurde mir das alles zu viel & ich rauchte wieder regelmäßig Gras.
Ich dachte, dass es mir gut tun würde.
Hat es früher zumindest aber dann war da dieser eine Joint und ich schwöre, danach war vorbei. Ich hatte so einen krassen Absturz.
Erstmal bekam ich üble Panikattacken, fing an zu kotzen und halluzinierte darüber, dass ich mir ganz ganz sicher bin, meinen Tod vorraus gesehen zu haben.
Irgendwann bin ich auf dem Boden, in meiner Kotze, eingeschlafen und aufgewacht. Seitdem fühle ich mich aufjedenfall noch komischer als eh schon und habe nichts mehr geraucht. Seitdem gibt es definitiv mehr dunkle als helle Tage.
Auf meiner Facebookseite, habe ich über 1000 "Freunde" aber soll ich euch mal was sagen? 
In Wirklichkeit habe ich keinen einzigen mehr.
Ich schäme mich ein bisschen dafür, dass zuzugeben aber ich bin alleine und ich glaube, dass lässt mich noch verrückter werden, als ich eh schon bin. Ich vermisse Tobi unglaublich. Alleine wenn ich seinen Namen hier aufschreibe, bekomme ich Heulkrämpfe.
Niemad sagt mir mehr, dass es nochmal gut werden kann. Niemand sagt mir mehr, dass ich kämpfen muss.
Niemand sagt mir mehr, dass wir daran zusammen arbeiten.
Tobi sagt nie wieder, dass er mich liebt.
Ich liege den ganzen Tag im Bett und was frühere mein "sicheres" Reich bezüglich Angstzuständen war, hat sich ebenfalls zu einem Ort voller De- realisationen und Panikattacken entwickelt.
Ich bin ziemlich am Arsch.
Ich breche regelmäßig zusammen, heulend.
Nicht selten in den Armen von meiner Mom oder vor dem Videochat mit C. Mt ihm ziehe ich übrigens bald zusammen aber das ist ein anderes Thema. Ich habe einfach nur Angst.
Früher gab es wenigstens, 1 oder 2 Menschen, bei denen ich mich auskotzen,ausheulen und ausrasten konnte.
Es ist niemand mehr da und vielleicht ist das auch meine Schuld.
Ich behandle Menschen schon lange nicht mehr gerecht aber behaupte immer was anderes und schiebe es auf meine Krankheiten.
Vielleicht, ist das hier meine gerechte Strafe.
Ich weiß es nicht, wirklich nicht aber ich weiß eins: Nämlich das ich befürchte, mir das Leben zu nehmen.
Früher habe ich selten über Selbstmord nachgedacht und wenn, dann waren es grobe Skizzen in meinem Kopf aber nie die tatsächliche Überlegung.
Wenn ihr versteht, was ich meine? Heute ist es so, dass ich diese Impulse habe. 
Immer wenn ich de-realisiere, während jeder Panikattacke, nach jedem Alptraum, wenn einfach ALLES zu viel ist - ist da dieser Impuls.
Dieser warme Gedanke daran, dass es besser wäre.
Das ich das hier nicht mehr ertrage.
Ihr könnt euch einfach nicht vorstellen, was in meinem Kopf los ist & ich kann es auch nicht wirklich erklären.



Samstag, 11. März 2017

Fakten.

Ich wollte mich mal wieder melden und ein bisschen von meiner momentanen Lebenssituation erzählen.
Die Fakten sind, dass ich einen Klinikplatz habe aber nicht weiß, ob ich diesen wahrnehmen kann.
Fakt ist, dass ich mich gerade aus einer Thc bedingten Psychose hinauskämpfe.
Fakt ist, dass ich einsam bin und lange kein ehrliches Gespräch mehr geführt habe.
Weder mit anderen - noch mit mir selbst.
Fakt ist, dass ich vorgesternabend weinend in den Armen meiner Mum lag.
Ich vermisse Tobi.
Jeden Tag.
Fakt ist, dass die Bulimie mich wieder im Griff hat.
Fakt ist, dass ich immer noch mit C zusammen bin.
Fakt ist, dass ich Angst vor mir selbst habe.
Fakt ist, dass ich noch nie so oft an Suizid dachte, wie in der letzten Zeit.
Fakt ist aber auch, dass ich mir lange nicht mehr so sehr gewünscht habe, gesund zu werden.


                                                                       - Ich -

Mittwoch, 18. Januar 2017

Winterschmerz.

Der zweite Schnee für dieses Jahr bedeckt die Hausdächer und legt einen Schleier aus Traurigkeit über das kleine Dorf.
Den kleinen Hof.
Früher liebte ich den Schnee, die Kälte, die Stille.
Heute wiegt das alles schwer auf meinem Herzen.
Denn ich liebte diese Zeit so sehr, weil ich sie mit dir verbrachte.
Vor 2 Jahren, lieferten wir uns eine Schneeballschlacht und du hättest fast ein Fenster zerstört.
Vor 2 Jahren, lachtest du mich aus, als ich vor deinem Schneeball floh und einen Hügel hinunterflog.
Vor einem Jahr, saßen wir in deinem Auto und schauten den Schneeflocken dabei zu, wie sie alles in eine weiße Watte packten.
Wir kurbelten den Sitz runter, hörten Musik, redeten und schwiegen.
Es war perfekt.
Du warst perfekt.
Nun ist es das nicht mehr und ich werde es nie mehr sein.
Du bist fort und mit dir alles gute dieser Welt.
Dieser Jahreszeit.
Alles gute....von mir.
Wenn da je was gutes war...

Dienstag, 20. Dezember 2016

Ich würde so gerne wieder bloggen aber ich ertrage es nicht - meine Worte zu lesen.


Montag, 7. November 2016

Hi.

Wahrlich, habe ich mich dieses Jahr mehr als zurückgehalten was das Bloggen angeht und das obwohl ich dieses Jahr mehr zu sagen gehabt hätte, als sonst.
Vielleicht, war es zu viel.
Nein, es war zu viel.
Wie oft ich vor diesem Laptop saß und versucht habe, meine Gedanken, Gefühle, mein Erlebte irgendwie in Worte zu fassen und dabei jämmerlich gescheitert bin - Ich habe aufgehört zu zählen.
Nun starte ich einen neuen Anlauf und wenn du diese Zeilen liest, habe ich es wohl geschafft.

Vorab möchte ich dich warnen.
Was jetzt folgt, kann in einem einzigen Chaos enden und wenn du denkst, ich schaffe es, die letzten Monate in paar (sinnvolle) Zeilen zu packen, hast du dich leider getäuscht.

Falls dich juckt was ich zu erzählen habe, würde ich dir raten, dir ein/en Tee / Kaffee / Alkoholisches Getränk / Joint / LSD ( oder Whatever ) zur Hand zu nehmen.
Das hier wird dauern.

( Rechtschreibfehler tun mir sorry aber ich schreibe das mit dem Handy ^^ ) 

>Panik & Essstörung

Nachdem ich letztes Jahr den Klinikplatz in Düsseldorf nicht wahrgenommen hatte, fiel ich in ein Loch, aus dem ich bis Heute nicht mehr rausgekrochen kam.
Unter uns: 

"Mittlerweile,glaube ich, dass ich es in dem Loch einfach zu gemütlich fand und finde.
Es ist viel einfacher dort zu sitzen und jedem 

( außer natürlich sich selbst ) die Schuld zu geben und sich zu bemitleiden.
Für mich kam jegliche therapeutische Maßnahme nicht mehr infrage und ich blockte alles ab.
Ich nahm dieses Jahr keinen einzigen Termin war

Ich habe keine Kliniken oder Therapeuten angerufen.
War nicht bei Dr. M.
Habe nicht selbst irgendwie gegen die Panikattacken gekämpft, stattdessen fing ich wieder an Drogen zu konsumieren und verlor ziemlich schnell, ziemlich viel Gewicht.
Was mir ehrlich gesagt so gut gefiel, dass ich auch wieder bewusst Nahrung verweigerte.
Es kam, wie es kommen musste und ich brach zusammen und wurde eingewiesen.
48 Stunden verbrachte ich auf einer geschlossenen.
Man verabreichte mir dort irgendwelche Beruhigungsmittel die aufgrund meiner noch bestehenden Benzosucht nicht wirkten.
Die Ärzte waren schockiert - Ich amüsiert.

Ich fühlte mich wie 15.
Ich habe mich dort unmöglich benommen, trotzig, kindisch, frech, einfach abgefuckt.
Man ließ mich dann wieder gehen und ich richtete mich weiter selbst zu Grunde.

>High as Fuck und Menschliche Enttäuschungen.

Wie oben schon erwähnt:"Ich konsumiere wieder"
Eine zeit lang eskalierte es ziemlich und ich schmiss, rauchte und klebte mir alles, was ich in die Finger bekam.
Ich veranstaltete richtige Orgien bei mir Zuhause.
Naja, Orgien - bestehend aus mir, Drugs und Musik.
Ich war an einem Punkt, an dem es mir egal gewesen ist, was das Zeug in meinem Körper und in meinem Kopf anrichtete.
Manchmal hoffte ich sogar, dass es mich umbringt oder ich eine Psychose bekäm.
Auf Drogen war es mir später tatsächlich möglich, mal wieder was zu unternehmen.
Ich malte sogar, führte Videotagebuch und hatte kurzzeitig einen sehr verwirrten Youtubekanal - Den ich aber dann geschlossen habe.
Es ging mir scheiße aber es ging mir auch gut.
Denn ich glaube, selbst mit einer Psychose, lässt es sich besser leben, als mit dieser Form der Panikstörung in Kombinationen mit 13 Begleitdiagnosen.

Da war ich nun: resigniert, abgemagert, von mir und der Welt enttäuscht.
Tobi sah ich nur noch sporadisch.
Das letzte mal als ich ihn sah, sagte ich ihm das ich ihn liebe.
Das ist aber ein anderes Thema.
Mit Fabi und mir war es wie gehabt.
Eine Freundschaft die mehr weh tat als gut aber an die man sich klammerte, weil man sonst niemand hat.
Eine Gewisse Abhängigkeit.
Nach wie vor, war ich mit C. zusammen.
Auch eine Beziehung die ich nur führe, weil es nicht anders geht, weil da sonst niemand ist.
In dieser Zeit tat mir alles irgendwie mehr weh als sonst.
Ich nahm die Grausamkeiten der Welt mehr wahr als sonst.
Es sind so viele schlimme Dinge auf der Welt passiert und so blöd es sich anhört, ich konnte das nicht ertragen.
Mein Bruder sagte immer, dass es "Weltschmerz" wäre.
Es knabberten so viele Dinge an mir und Drogen waren mein Ventil.
Nicht das Beste.
Vielleicht.


>Mein Aus und Einzug.

Es ist kein Geheimnis, dass meine Mum und ich nicht das beste Verhältnis zueinander haben.
In den letzten Monaten eskalierte die Situation aber öfter als sonst.
Nicht selten wurde es gewalttätig.

In 99 % der Fälle war der Grund, dass ich keine Termine wahrnahm und sie Angst hatte, dass man ihr MEIN Geld sperren würde.
Eines Abends, zugegebenermaßen ziemlich zugedröhnt entschied ich mich dafür einen Fick zu geben und packte meine Sachen.
Oft drohte ich meiner Mom mit Auszug aber nie kaufte sie mir das ab.
Diesesmal zog ich es durch und zog bei C ein.
Die ersten Wochen waren hart.
Denn ich war es nicht gewohnt, neben jemanden zu schlafen oder aufzuwachen.
Deswegen schlief ich oft auf der Couch und wachte schweißgebadet auf, schrie, heulte und auf eine Panikattacke folgte die nächste.
Ich hatte C einen Job bei meinem ältesten Bruder besorgt, und deswegen war er dann meistens bis Abends weg, was die Situation irgendwie leichter machte.
Es gab zwar oft Streit wegen meinem Konsumverhalten und Stimmungsschwankungen aber wir haben uns immer wieder vertragen.
In dieser Zeit erfuhr ich, dass meiner Mom tatsächlich mein Geld gesperrt wurden war.
Es war mir schlichtweg egal.
Ich mag auf Euch vielleicht Herzlos erscheinen aber das einzige was dieser Frau je wichtig an mir war, war das Geld welches sie für mich bekam.
2 Monate lebten wir zusammen bevor ich wieder zu meiner Mutter zog.
Bevor ich zu diesem Punkt komme, möchte ich aber auch mal etwas positives berichten.

>Positiver Shiiiiiit

Als ich mit C zusammenwohnte und merkte, dass dieser "Weltschmerz" mich erdrückte, wollte ich etwas dagegen tun.
Ich schaute mir unglaublich viele Dokus über alle möglichen Themen an.
Diese machten es kurzfristig zwar schlimmer aber gaben mir dann einen Arschtritt.
Ich wollte etwas tun.
Für mich und für andere.
Ich hörte nach 10 Jahren Zigaretten rauchen auf.
Einfach so.
Ich drückte die letzte Kippe aus und bis heute habe ich keine mehr angefasst.
Obwohl ich seit vielen Jahren vegan lebe, ist meine Ernährung trotzdem der übelste Bullshit und auch das habe ich geändert.
Ich machte viel Sport, meditierte und informierte mich über Themen die mich beschäftigten.
Ich verkaufte, bis auf meinen Laptop, alle meine elektronischen Geräte, einschließlich meines Handys und spendete den erlös an eine Tierschutzorganisation.
Ich war auf einer Demonstration für die Legalisierung von Cannabis und bin Mitbegründerin einer Organisation die sich dafür einsetzt, dass zumindest kranken Menschen der Zugriff auf Cannabis leichter gemacht wird.
Wir ruften eine Petition ins Leben die über 10 000 Stimmen bekam, veranstalteten Events auf denen auch Fabi aufgetreten ist und sammelten Geld für Flüchtlinge.
Ich verbrachte keine Wunder.
Ich besiegte nicht den Welthunger oder habe den Klimawandel aufhalten können aber ich bin stolz auf das geleistete und ich bin mir sicher, dass wenn wir Menschen nicht so egoistisch wären, würden in 40 Jahren nicht 12000 Pflanzen und 10000 Tierarten ausgestorben sein.
Ich wollte das einfach mal erzählt haben :) 

>Wieder bei meiner Mom

Trotz allem positiven oder sogar wegen all dem positiven, traf mich die Depression in einem Ausmaß mit dem ich einfach nicht gerechnet habe und umgehen konnte.
Ich saß nur noch heulend auf C´s Bett und sprach kein Wort mehr mit ihm.
Ich glaube, dass ich ihn eines Nachts, im Wohnzimmer auch weinen hörte...
Mein Kopf schien zu explodieren und gleichzeitig tat es mir für ihn so leid.
Er litt aber er hätte es nie zugegeben.
Ich inszenierte einen Streit um ausziehen zu können und kam bei meiner Mom angekrochen.
Dort verbrachte ich dann meine Zeit nur noch damit, high im Bett zu liegen, zu heulen, Serien zu gucken, mich zu übergeben und mich zu hassen.
In diesem Zustand befand ich mich als die Nachricht kam....

> ......

Am 25.07.2016 bekam ich die Nachricht, dass Tobi bei einem Motorradunfall ums leben gekommen ist.
Auf dieses Thema möchte und kann ich im Moment nicht eingehen.
Ich kann nur so viel sagen:

Ich existiere zwar noch aber als er starb, starb auch ich.
Keine Ahnung, wie lange meine Hülle das noch erträgt.



Sonntag, 16. Oktober 2016