Panikstörung

Was ist eine Panikstörung?  
Menschen mit einer Panikstörung leiden unter einem einzigen Symptom: Mehrmals im Monat, in manchen Fällen auch mehrmals am Tag, bekommen sie Panikattacken. Diese Angstzustände entstehen plötzlich wie aus heiterem Himmel und halten einige Minuten bis einige Stunden an, in der Regel aber nicht mehr als eine halbe Stunde. Die Panikattacken gehen mit körperlichen Symptomen einer Stressreaktion einher, die durch die Angst ausgelöst wird. Oft deuten die Betroffenen die Symptome falsch, etwa als Anzeichen für einen Herzinfarkt, und bekommen Todesangst.
Typische Symptome einer Panikattacke:
- Angst, die Kontrolle zu verlieren, verrückt zu werden, umzufallen oder zu sterben
- Herzklopfen oder Herzrasen, spürbarer Puls
- Schweißausbrüche und Hitzegefühl und/oder Zittern und Kälteschauer
- Mundtrockenheit, Atemnot, Beklemmungen in der Brust
- Übelkeit oder Magenbeschwerden
- Schwindel, Schwäche oder Benommenheit
- Gefühllosigkeit oder Kribbeln in Armen oder Beinen
- Gefühl, dass die Umwelt unwirklich ist, man neben sich steht oder sich nicht wirklich spürt
Panikattacken können auch im Rahmen anderer psychischer oder körperlicher Erkrankungen entstehen, zum Beispiel bei Schilddrüsenfehlfunktionen oder Depressionen. Auch Herzerkrankungen können ähnliche Symptome auslösen; deshalb sollte man sich medizinisch daraufhin untersuchen lassen.

Wie entsteht eine Panikstörung?
Forscher nehmen an, dass verschiedene Faktoren zusammenwirken – wie genau, ist nicht endgültig geklärt.
Biologie. Die Erbanlagen spielen bei Angsterkrankungen eine große Rolle. Bei der Panikstörung geht man davon aus, dass die Erkrankung zu knapp 50 Prozent erblich bedingt ist. Offenbar beeinflussen bestimmte Gene die Mandelkerne (das Emotionszentrum im Gehirn), die mit verschiedenen anderen Hirnstrukturen verschaltet sind und so emotionale Reaktionen regulieren. Dieses Netzwerk ist bei den Betroffenen überempfindlich, so dass sie eher dazu neigen, mit Angst zu reagieren. Offenbar ist bei Betroffenen der Neurotransmitterhaushalt gestört. Unter anderem vermutet man, dass die Rezeptoren der Nervenzellen weniger sensibel auf die Hirnbotenstoffe Serotonin und GABA reagieren.
Familie. Wer einen Verwandten ersten Grades hat, der an einer Panikstörung leidet, trägt selbst ein im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung doppelt so hohes Risiko, selbst daran zu erkranken. Das liegt zum einen an den gemeinsamen Erbanlagen, kann aber auch auf Umwelteinflüsse zurückgehen. Forscher vermuten, dass vor allem das Lernen am Modell der Eltern zur Entstehung einer Panikstörung beiträgt. Insbesondere der Umgang der Eltern mit Ängsten und Sorgen spielt eine wichtige Rolle. Die Alkoholabhängigkeit eines Elternteils sowie eigene Gewalterfahrungen oder sexueller Missbrauch in der Kindheit prädestinieren ebenfalls für spätere Panikattacken.
Stress. Stress und Überlastung sowie regelmäßiger Konsum von Alkohol oder Drogen begünstigen ebenfalls Panikattacken. Auch Unzufriedenheit mit der eigenen Lebenssituation und ein schwaches soziales Netz scheinen eine Rolle zu spielen. Bei 80 bis 90 Prozent der Betroffenen trat kurz vor Beginn der Panikstörung ein belastendes Ereignis auf, zum Beispiel ein Trauerfall, eine Trennung oder eine schwere Erkrankung.

Was sind die Folgen?

Viele Betroffene bekämpfen ihre Ängste mit Alkohol oder Beruhigungsmitteln. Leider verschreiben viele Allgemeinmediziner Patienten mit Angstsymptomatik Beruhigungstabletten, die sie dann bei Bedarf einnehmen sollen. Das hilft den Betroffenen zwar kurzfristig, ist aber auf Dauer nicht ratsam – denn es besteht das Risiko, eine Benzodiazepinabhängigkeit zu entwickeln.
Rund jeder zweite Betroffene leidet zusätzlich an einer Depression. Insbesondere dann ist auch die Suizidgefahr erhöht. Häufig ist daneben die Kombination mit anderen Angsterkrankungen wie einer sozialen Phobie, und mehr als jeder dritte weist zusätzlich eine somatoforme Störung auf. Eine Panikstörung geht außerdem mit einem erhöhten Risiko für Magengeschwüre, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher.
Weil viele Betroffene aus "Angst vor der Angst" Situationen wie Einkaufen, Bus- oder Autofahren meiden, gehen sie immer seltener allein aus dem Haus. Im Extremfall verlieren sie deshalb Partner, Freunde und ihren Arbeitsplatz. Die Konsequenzen für das Privat- und Berufsleben hängen von der Schwere der Symptomatik und der individuellen Lebenssituation ab.

Meine Geschichte:

Es fällt mir schwer nachzuvollziehen seid wann ich genau unter der Panikstörung leide.
Mittlerweile denke ich oft zurück an die Zeit wo ich so 13-14 war.
Ich hatte damals schon ein schwaches selbstbewusstsein und mir fiel es schon damals schwer
mit fremden zu sprechen und beim Busfahren fühlte ich mich auch immer unwohl.
Ich hatte immer das Gefühl die anderen würden mich mustern und über mich urteilen.
Solche Situationen waren mir damals schon sehr unangenehm und mir wurde übel aber ich dachte
mir nichts dabei.
Als Jugendliche war ich alles andere als ängstlich.
Ich setzte mich immer wieder gefährlichen Situationen aus.
Da ich in einigen Heimen lebte kam ich ziemlich viel rum.
Ich war sehr oft abgängig,dass bedeutet,dass ich von den Heimen abgehauen bin und in dieser
zeit lernte ich viele Leute kennen,die ich vlt hätte meiden sollte.
Ich schlief bei Menschen die ich nachts am Bahnhof kennenlernte,lief nachts durch i-welche Wälder  damit die Polizei mich nicht aufgreifen konnte,ich fuhr per Anhalter,fuhr nachts mit dem Zug in Großstädte in denen ich vorher nie war und schlief dort oft am Bahnhof oder in Parks ohne angst zu haben,dass mir i-etwas passieren könnte.
Das sind nur weniger von vielen Situationen in denen mir hätte was schlimmes passieren können.
In diese Zeit nahm ich eine Menge Drogen und war fast täglich betrunken.
Ich feierte jeden Tag mit irgendwelchen Leuten und war ständig unterwegs.
Von Angst keine Spur.
Ich machte mir einfach keine Gedanken
Mit 17 nahm ich das letzte mal Drogen zu mir und schränkte den Alkohol Konsum erheblich ein.
Zu der Zeit war ich mit "meinem" Soldaten zusammen und wollte mein Leben ändern.
Er war meine große Liebe.
Wenn ich aber jetzt so zurück denke,hatte ich schön während unserer Beziehung einige Panikattacke.
Da fällt mir spontan folgende Situation ein:

Ich war auf der Arbeit und es war ziemlich viel los.
Ich war alleine da weil die anderen krank waren und ich war ziemlich überfordert mit allem.
Mir wurde dann aufeinmal schwindelig und ich bekam keine Luft mehr.
Mein chef fragte mich ob alles ok mir mir wäre,weil ich so blass geworden sei.
Ich sagte ihm,dass ich kreislaufprobleme hätte und er schickte mich heim.
Auf dem weg zur Bushaltestelle zitterte meine Beine und ich hörte mein Herz so laut klopfen,dass ich
dachte jeder in meiner Umgebung würde es auch hören.
"Ich falle jeden Moment um" ging es mir durch den Kopf.
Als ich dann endlich im Bus Richtung Heimat saß wurde es nicht besser.
Es war zwar Sommer aber ich schwitze viel stärker als es normal ist.
Der Bus war voll und mir drehte sich alles.
Es setzte sich ein Mädchen neben mich,dass mich ständig fragte ob es mir gut gehen würde.
Ich konnte nicht antworten.
Dachte nur."ich bekomme einen Herzinfarkt,ich sterbe gleich"
Ich stieg einige haltestellen vorher aus weil ich es nicht mehr ausgehalten habe und musste mich übergeben.

Zu diesem Zeitpunkt dachte ich,dass es ein Kreislaufkollaps war.
Die hatte ich aufgrund der Essstörung ja öfters.
Ich vertrage den Sommer eh nicht so gut.
Deswegen fuhr ich am nächsten Tag wieder zur Arbeit und alles war gut.
Doch diese Symptome bzw diese angst zu sterben bekam ich dann ab und zu auch in anderen Situation.
Beim einkaufen und auf den weg dorthin waren sie am schlimmsten.
Um nicht mehr diese Todesängste  durchleben zu müssen,ging mein damaliger Freund oder meine Mutter für mich einkaufen.
Trotzdem konnte ich zu der Zeit noch "normal" leben.
Ich konnte mit Freunden Sachen unternehmen,arbeiten ect.
So richtig schlimm wurde es dann als mein soldat mich verlassen hat.
Ab da bekam ich in jede möglichen Situation Panikattacken ohne zu wissen das es welche waren.
Ich konnte kein Bus mehr fahren,konnte mich mit keinen Freunden mehr treffen,weil ich ständig angst hatte,dass die Symptome die ich ständig hatte auftreten könnten und ich nicht schnell genug Heim könnte,aus diesen Situation flüchten könnte.
Ich schaffte es nicht mehr,dass Haus zu verlassen.
Nicht mal mehr mit meinen Hund konnte ich gehen ohne Herzrasen,Schwindel und Gedanken ans sterben zu bekommen.
Ich wusste nicht was mit mir los war und verzweifelte jeden tag mehr.
Ich bekam Depressionen.
Fast täglich weinte ich mich in den Schlaf und flehte Gott an:"Bitte mach das es aufhört!" aber es wurde nicht erhört.
Im gegenteil! Es wurde mit jedem Tag schlimmer,unerträglicher.
Ich bekam alpträume und deswegen gab mir meine Mutter ab und zu "bromazepam"
Es war für mich wie eine Wunderpille.
Die angst war innerhalb weniger minuten weg und ich konnte schlafen.
Ich nahm sie zu der zeit nur ab und zu und so konnte es zu keiner Abhängigkeit kommen.
Ich rutsche wieder tiefer in die Essstörung weil es das einzige war,was ich in meinem leben noch kontrollieren konnte.
Meine Freunde verstanden mich nicht und ich konnte auch nicht erklären,was mit mir war
weil ich es wie gesagt selbst nicht verstand.
Ich isolierte mich total und fing wieder an zu trinken.
Wenn ich Alkohol trank verschwanden die Ängste.
Ich lag nur noch im Bett und ging nicht mehr raus.
Ich war mir sicher,dass es an meinem damaligen Wohnort und Erinnerungen die ich mit ihm in Verbindung brachte lag.
Also zog ich um.
Ich dachte wenn ich wo anders wohnen würde,würde dieser Zustand aufhören und alles würde wieder "normal" werden.
Wurde es nicht.
Am Anfang ging es mir etwas besser.
Schaffte es hin und wieder in die Bäckerei oder zur Post zu gehen aber es hielt nicht lange an.
Ich hatte es satt und durchforste das Internet und dann wusste ich:"Ich leide unter Panikattacken" 
Ich probierte alle Tipps die es zu dem Thema im Internet gibt aus aber nichts half.
Nachdem ich einiges durch hatte,machte meine Mutter einen Termin beim Psychiater.
(Dr.M)
Dieser erklärte mir,dass ich meine Vergangenheit nie richtig verarbeitet hätte und das es bei mir viele gründe dafür gäb,dass ich diese Panikstörung entwickelt hätte.
Das mit den Heimen,mit den Kliniken,das gestörte Verhältnis zu meinen Eltern und Geschwistern,der Verlust vieler Menschen,der Drogen und Alkoholkonsum und und und...
Das mit meinem Soldaten wäre nur der Auslöser und nicht die Ursache dafür gewesen.
Der bekannte Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte.
Meine psyche konnte einfach nichts mehr verarbeiten und war beim kleinesten Problem total überfordert.
Das reden mit Dr.M tat mir wirklich gut,obwohl ich vor der ersten Sitzung eine so heftige Panikattacke bekam,dass ich sogar umgefallen bin.
Nach der ersten Sitzung bekam ich das erste mal ein Medikament,ein antidepressiva.
Eins von vielen die noch folgen sollten.
Ab da wusste ich,dass ich etwas tun muss um wieder einigermaßen "normal"" leben zu können.
Ich suchte verschiedene Therapeuten auf.
Probierte akupunktur und Hypnose aus aber beides brachte nichts.
Mir wurde klar,dass die Konfrontationstherapie wohl die einzige ist,die mir helfen könnte.
Ich rief bei verschiedenen Verhaltenstherapeuten an aber diese nehmen in den meisten fällen nur
privatversicherte Menschen.
Also guckte ich nach einer anderen Lösung und entschied mich schweren Herzen für eine stationäre
Behandlung.
Mittlerweile nahm ich schon seid einigen Monaten täglich bromazepam und brauchte immer mehr
weil mein Körper sich daran gewöhnt hatte.
Abhängig.
Ich suchte im Internet verschiedene Kliniken aus und sah mir 2 an.
Ich entschied mich für eine und war voller Zuversicht,dass ich mit dieser Möglichkeit gesund werden würde.
Die Klinik hielt mir einen Platz frei damit ich,die Anträge stellen konnte.
Naja,sie wurden ja wie ihr wisst abgelehnt und ich verlor den Platz.
Das war vor paar Monaten.
Ich fiel in ein tiefes schwarzes Loch.
Seid dem trinke ich wieder öfters und pumpe mich jeden tag mit viel zu viel bromazepam zu um irgendwie durch den Tag zu kommen.
Es gibt wie bei der ES schlechtere und bessere Tage aber die PS ist immer gegenwärtig.
Immer in meinem Kopf und ich habe das Gefühl,sie liegt täglich auf der Lauer
um mich anzufallen.
Wie es weiter gehen soll?
Es gibt noch die Möglichkeit des betreuten wohnen.
Ob ich es mache...ist ne andere Frage.
(Siehe Diary <3 )

Fortsetzung folgt.


 Dieses Lied beschreibt es zu gut.

1 Kommentar:

  1. hey du, woah shit das ist ja echt heftig und du hast auch schon (was ich hier so lesen kann) extrem viel durchgemacht, war mir gar nicht so bewusst bisher. ich weiß nicht wie ich mit all dem umgehen könnte, deswegen hut ab - wirklich! ich hoffe trotzdem und wünsche dir dass bald alles besser wird & du glücklicher sein wirst, hab auch gerade deinen post gelesen :( hmm dachte ich lass dir mal einen kommentar da, machs gut davina <3

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